Kinesiologie
Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft,
die im Inneren eines jeden von uns liegt.

Kinesiologie ist eine anerkannte komplementär-therapeutische Methode, die Körper, Geist und Seele als zusammenhängendes System versteht. Sie verbindet Erkenntnisse aus westlicher Medizin, Psychologie und Bewegungslehre mit Elementen aus der traditionellen chinesischen Energielehre.
Zentrales Arbeitsinstrument ist der Muskeltest. Er dient als biofeedbackorientierte Rückmeldung des Körpers und ermöglicht es, Belastungen, Ungleichgewichte oder Stressreaktionen sichtbar zu machen. Auf dieser Grundlage werden individuelle Balancen eingesetzt, um die Selbstregulation zu unterstützen und das innere Gleichgewicht zu fördern.
Kinesiologie wird in unterschiedlichen Bereichen angewendet, unter anderem bei Stress, körperlichen Beschwerden, emotionalen Belastungen oder zur Förderung von Lern- und Leistungsfähigkeiten. Ein wichtiger Aspekt ist die ganzheitliche Betrachtung. Symptome werden nicht isoliert verstanden, sondern im Zusammenhang mit körperlichen, emotionalen und mentalen Prozessen. Ziel ist es, die Eigenwahrnehmung zu stärken und den Organismus darin zu unterstützen, wieder in eine stabile Regulation zu finden.
Kinesiologie ist eine anerkannte Methode der Komplementär Therapie und wird von der Zusatzversicherung fast aller Krankenkassen übernommen.
EMR-Register-Nr. G455963
Wie die Kinesiologie entstanden ist
Die Kinesiologie ist eine Methode der Komplementärtherapie. Der Name geht zurück auf das griechische Wort für Bewegung. Innerhalb der Kinesiologie gibt es viele verschiedene Methoden und Arbeitsweisen. Eines haben aber alle gemeinsam – den kinesiologischen Muskeltest. Durch ihn lassen sich gezielt Ungleichgewichte im Körper aufdecken und ausbalancieren. Mit Hilfe der Kinesiologie werden innere und äussere Regulationsmechanismen unterstützt, die den Selbstheilungsprozess aktivieren und sogar gestalten. Zugrunde liegt hier die Erkenntnis, dass Gesundheit kein aufbrauchbares Gut ist, sondern ein ständig wieder herstellbarer Zustand.
Das Haupttool der Kinesiologie, der Muskeltest, wurde schon vor ungefähr 2400 Jahren von Hippokrates verwendet, um neurologische Verletzungen an Soldaten zu diagnostizieren. Vor rund 500 Jahren verwendeten auch die Mayas den Muskeltest und spürten so trinkbare Wasserstellen auf. In jüngerer Zeit, so um die 1950 herum, wurde der Muskeltest u.a. von den Physiotherapeuten Kendall und Kendall verwendet. Sie entwickelten das heute allgemein anerkannte Muskeltestsystem, welches in der Physiotherapie, der Orthopädie und Neurologie weltweit verwendet wird.
Der amerikanische Chiropraktiker Dr. Goodheart begründete in den 1960er Jahren auf den Erkenntnissen von Kendall und Kendall eine erste Kinesiologie Methode namens "Applied Kinesiology". In seiner Praxis entdeckte er durch einen Zufall, dass Zusammenhänge zwischen Muskeln, Organ- und Energiesystem des menschlichen Körpers bestehen. Er identifizierte Muskeln, die jeweils mit einem Meridian und einem bestimmten Körperorgan in Verbindung stehen. Dr. John F. Thie, ein Seminarteilnehmer von Herrn Goodheart und Chiropraktiker, entwickelte die Methode im Jahre 1970 weiter und integrierte dabei Ernährungswissenschaft, Chiropraktik, und Akupressur. Der Wunsch von Dr. Thie war es, ein System in die Welt zu bringen, welches die Selbstheilungskräfte ankurbelt, bevor sich physische oder psychische Krankheiten entwickeln. Weiter sollte es jedem Einzelnen die Möglichkeit geben, die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Dieses System nannte er „Touch for Health“. Kurz darauf entwickelte P. Dennison, Ph. D. in Erziehungswissenschaft, die Gehirngymnastik "Brain Gym®". Diese zwei Methoden sind inzwischen die bewährtesten und kommen weltweit am erfolgreichsten zum Einsatz.
Kinesiologie in der heutigen Zeit
Heute steht die Kinesiologie für die Lehre der Bewegung und ist eine anerkannte Methode der Komplementärtherapie. Sie unterstützt Menschen darin, das Wohlbefinden zu erhöhen und durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte ganzheitlich zu genesen. Die Methode Kinesiologie verbindet Erkenntnisse aus der westlichen Medizin mit dem Wissen fernöstlicher Lehren, wie jene der fünf Elemente, der Meridiane und der Chakren. Die Kinesiologie verfolgt einen ganzheitlichen und gesundheitsfördernden Ansatz. Mit dem Muskeltest und dem dadurch veränderten Tonus spezifischer Muskeln, ist für Klient und Therapeut gut wahrnehmbar, wo die Blockaden sitzen und mit welchen Interventionen diese wieder ins Fliessen gebracht werden können. So lassen sich stressbehaftete Einflüsse auf den Organismus, sowie Ungleichgewichte im Energiesystem optimal aufdecken, prozessieren, lösen und integrieren. Mithilfe kinesiologischer Ausgleichstechniken können Blockaden gezielt gelöst und Ressourcen gestärkt werden. Selbstheilungsprozesse werden aktiviert und fördern das Wohlbefinden und somit die Gesundheit nachhaltig.
Leben ist Bewegung. Bewegung ist Energie. Energie ist Leben.
Bei Experten der Medizin wurde längst akzeptiert, dass sich gesundheitliche Probleme auch im feinstofflichen Körper zeigen und die physische Krankheit bedingt. (Der Begriff Feinstofflichkeit bezeichnet eine höher schwingende Form von Materie, die sich schneller bewegt als die grobstoffliche Materie, aus welcher der sichtbare Körper besteht.) Meist liegen diesen Krankheiten einen zu hohen emotiomentalen Stress zugrunde. Hinzu kommen Einflüsse durch Ernährung, Umwelt und individuelle Lebensbedingungen, welche dich immer weiter von deinem wahren Wesen entfernen. Über die Kinesiologie kann die feinstoffliche Ebene frühzeitig wahrgenommen und entsprechende Gegenmassnahmen getroffen werden. Dem Therapeuten ist es möglich, über das kinesiologische Muskeltesten, in einen Dialog mit dem Unter- und Überbewusstsein des Klienten einzutreten. Durch diese Weise wird der Körper nach Energieblockaden befragt und zugleich ermittelt, mit welcher Technik diese aufgelöst werden dürfen. Dadurch haben wir die einmalige Gelegenheit jeden Klienten sanft und individuell zu begleiten und als ganzheitliches System zu betrachten. Durch gezielte Übungen und wirkungsvolle Korrekturen wird die gestaute Energie wieder zum Fliessen gebracht. Aus diesem kohärenten Zustand heraus kann nun Heilung entstehen oder neue Lösungen kreiert werden. In der Kinesiologie geht man von der Annahme aus, dass der menschliche Organismus selbst am besten weiss, was ihm gut tut. Und so ist diese Methode keineswegs auf die Gesundheitspflege beschränkt, sie hat vielmehr den Charakter einer neuen Kommunikationsform.
Gesundheit hängt davon ab, dass wir in Harmonie mit unserer Seele sind
Diese neue Form der Kommunikation erfordert ein gewisses Mass an Eigenverantwortung, Einsicht, sowie die aktive Teilnahme des Klienten am Prozessgeschehen. Das Muskeltesten und die Korrekturen werden miterlebt. Anders als in der Allgemeinmedizin muss man sich nicht auf die Ansichten eines Therapeuten verlassen, sondern spürt die Veränderung und Reaktionen des Körpers prompt. So besteht unter anderem die Aufgabe eines Kinesiologen, die Wandlung, die bereits stattgefunden hat, dem Klienten bewusst zu machen. Eine interessante Betrachtungsweise diesbezüglich ist auch, Krankheiten positiv zu sehen. Die Krankheit ist der Versuch des Körpers die Gesundheit wieder zu erlangen und dadurch etwas mehr in die Ganzheit zu kommen.
Muskeltest und die Grenzen der Anwendung
Der Muskeltest ist das kinesiologische Instrument, um mögliche Ungleichgewichte und Blockaden im System Mensch aufzudecken. Der Muskeltest erlaubt eine direkte Kommunikation mit Körper, Seele und Geist. Er ist präzise und teilt durch den Körper unmittelbar mit, wo die Blockade und das Ungleichgewicht liegen und was zur Behebung eines bestimmten Problems oder zur Erreichung eines Ziels getan werden kann.
Wie kommt es nun aber dazu, dass beim Muskeltesten der Muskel "schwach" testet, sobald man an ein negatives Ereignis denkt? Oder "stark" testet, sobald eine positive Situation aufploppt? Emotionen und Gedanken werden über das Nervensystem zum Gehirn befördert und von da aus, über das Rückenmark zur Muskulatur weitergeleitet. Somit beeinflussen Emotionen und Gedanken permanent unseren Muskeltonus und unser Nervensystem. Über den Muskel testen wir u.a. die Fähigkeit des Nervensystems, ob es sich den sich verändernden Belastungen durch einen gesetzten Reiz anpassen kann oder nicht. Ist der Muskel stark kann das Gehirn den Muskeltest und den zusätzlichen Reiz meistern = alles ist ok. Ist der Muskel schwach kann das Gehirn den Muskeltest und den zusätzlichen Reiz nicht meistern = Stress, Verwirrung.
Der Muskeltest nimmt dem Klienten keine Entscheidung ab und es werden weder Diagnosen noch Medikamente ausgetestet!!!
Komplementär Therapie
Seit dem Jahr 2015 gibt es den Beruf "Komplementär Therapeut" mit eidg. Diplom und beinhaltet ungefähr 20 verschiedene Methoden - unteranderem die Kinesiologie und die Craniosacraltherapie.
Die Komplementär Therapie fördert einen ganzheitlichen und nachhaltigen Genesungsprozess - unter Berücksichtigung von Körper, Seele, Geist - wobei stets an und mit dem Körper über Berührung, Bewegung, Atmung und Energietools gearbeitet wird. Ein begleitendes Gespräch und sanfte Anleitungen erlauben es, den Prozess zu intensivieren und weiter zu unterstützen.
Die Komplementär Therapie wirkt ergänzend und kann unabhängig oder zusammen mit anderen Behandlungen jedwelcher Art auch immer genutzt werden.
Eine Kinesiologin gehört zur Berufsgattung der Komplementär Therapie und ist eine anerkannte Gesundheitsfachperson. Sie arbeitet über den sogenannten Muskeltest am bekleideten Körper über methodenzentrierte Tools und ohne hautverletzende Interventionen.
